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Was ist die Ursache für Kondensatbildung am Fenster?

 

Sowohl bei Sanierungen also auch bei Neubauten kommt es häufig zu Kondensatbildung im Bereich der Fenster. Dieses Phänomen kann grundsätzlich auf der raumseitigen Oberfläche von Isoliergläsern und Rahmen aber auch im Rahmenfalz auftreten. Man spricht hierbei auch von Schwitzwasser- oder Tauwasserbildung.

 

Mangelnder Luftaustausch, tiefe Vorlauftemperaturen von Fußbodenheizungen, tiefe Fensterlaibungen, Vorhänge oder auch Pflanzen können die Kondensatbildung an Fensterinnenseiten verursachen.

 

Als Beispiel sei ein Raum mit 15 m² Grundfläche und 2,5 m Höhe angenommen. Es ergibt sich ein Volumen von rund 38 m³. Hat die Luft eine Temperatur von 23 C, dann "schwebt" in diesem Raum (bei 50 % Luftfeuchtigkeit) fast ½ l Wasser in Form von unsichtbarem Wasserdampf. Gerät nun solche "wassergeladene Luft" beispielsweise im Winter an eine kalte Fensterscheibe, dann "kondensiert" der Wasserdampf und schlägt sich als sichtbares Wasser an der Scheibe nieder. Die Kondensatbildung tritt also dann auf, wenn die Raumluftfeuchtigkeit verhältnismäßig hoch und die Oberflächentemperatur z.B. im Falz niedrig ist. Hier stellt sich bei Kunststofffenstern gegenüber Holz ein entscheidender Vorteil heraus, da durch hohe Feuchtigkeit hier keine Materialschäden entstehen.

 

Als Abhilfe kann durch das richtige Lüften der Luftaustausch optimiert werden, was zu einer Reduzierung der Feuchtigkeit im Wohnraum führt.